Folge deinem Herzen - Inspiration für dein Herz und deine Intuition


Fotos aus dem Fotoshooting mit Stefanie Höppner, NLP Master Coach (Hypnose), Meditation & Yoga, in St. Peter Ording


"Follow your heart!" ist sicherlich einer dieser Pinterest-Sprüche, die jeder mindestens einmal gehört oder gelesen hat.

Folge einfach deinem Herzen. Tja. Das sagt sich so leicht.

Und es sieht auch noch so einfach aus, wenn Menschen loslegen, ohne Wenn und Aber diesem "Herzensding" folgen... Doch... Wie haben sie eigentlich gelernt, auf ihr Herz zu hören?


Wir leben in einer Gesellschaft, in der den meisten Menschen sehr früh eingetrichtert wird, auf den Verstand zu hören. Logik ist wichtiger als Emotionen. Rationalität mehr Wert als Fantasie. Kalte Funktionalität wird mehr geschätzt als warme Herzlichkeit.

Von klein auf wird Kindern beigebracht ruhig und brav zu sein, sie werden in Rollenbilder gesteckt, die die Gesellschaft für richtig erachtet, sie müssen lernen, sich anzupassen - denn wer das nicht tut, hat es schwer. Von Außen prasseln unzählige Erwartungen, Regeln, Einschränkungen und Grenzen auf viele Kinder ein. Wir wachsen ab irgend einem Zeitpunkt mit ziemlich klaren, begrenzten Vorstellungen davon auf, was wir schaffen, erreichen und sein können, und was eben nicht.

Meist prägt die Schule unseren Werdegang. Schulfächer, Benotungen und Lehrer sind dafür verantwortlich, wie wir uns entwickeln und reden uns ein, worin wir gut sind und worin wir versagen.

Ein System, das eigentlich viel zu klein, viel zu eng ist, zwingt Menschen in ein Leben, das gar nicht richtig zu ihnen passt. "Du musst was mit Erfolgschancen machen!", heißt es auf dem Gymnasium. "Such dir etwas Solides mit Perspektive", sagen sie auf der Realschule. Und so weiter.

"Mach doch einfach das, was dir Spaß macht" habe ich persönlich nie in der Schule gehört.



Natürlich ist das alles stark pauschalisiert.


Trotz allem haben viele Menschen so einen oder einen ähnlichen Weg hinter sich. Eltern, Familienmitglieder, Lehrer, Mitschüler oder Freunde, die sie ausgelacht haben, wenn sie verrückte Ideen oder Träume hatten. Denen ausgeredet wurde, diesen Ideen oder Träumen nachzugehen. Es ginge ja doch nicht. Du schaffst das nicht.

Glaubenssätze und Grenzen wurden dir auferlegt, die eigentlich nicht dir gehören.


Auf diesem Weg, von der Kindheit, über die Jugend bis hin zum Erwachsenen-Da-Sein verlieren die meisten von uns den Zugang zu unserem Herzen.

Dem Ort, an dem unsere wahren Träume, Ideen, Visionen und unsere Intuition zu finden sind. Der Ort, der voller Emotionen, Fantasie, Herzlichkeit und Liebe ist. Der Ort, an dem wir unsere Größe, unsere Wahrheit und unsere eigenen Antworten finden können.


Wie finden wir zurück in unser Herz?

Indem wir wahrnehmen. Indem wir uns bewusst machen, dass wir auf Logik, Rationalität und Kälte gepolt sind.

Indem wir unsere Gedanken zulassen und aufmerksam beobachten.



Hier ein paar Inspirationen zur Umsetzung:

  1. Der erste Gedanke ist immer dein Herz. Lasse ihn zu und höre hin.

  2. Schreibe alle Gedanken auf und versuche nicht, sie zu bewerten.

  3. Fühle anstatt zu denken. Suche nicht nach der besten Lösung auf logischer Ebene. Suche nach der Lösung, die sich für dich am besten anfühlt. Spiele alle Szenarien im Kopf durch und achte auf deinen Körper, deine Atmung, deine Gefühle.

  4. Frage dich: Was würde ich tun, wenn alles möglich wäre und es keine Grenzen gäbe? Was würde ich tun, wenn jeder alles toll fände, was ich tue?

  5. Wirf eine Münze. Welcher Gedanke schießt dir bei der oben liegenden Seite durch den Kopf? Ist es ein "Jaa! Die Seite wollte ich!"? Oder ein "Shit, es hätte doch Zahl sein sollen!"? Egal, welche Seite oben liegt, deine Reaktion gibt dir die Antwort.

  6. Erforsche die Glaubenssätze und Grenzen, die dich einschränken. Woher kommen sie? Sind es deine eigenen oder kommen sie von jemand anders? Sind sie wirklich wahr? Was könntest du ohne diese Einschränkungen erreichen? Was ist das Gegenteil von diesen Glaubenssätzen?

  7. Lass Stille zu. Lenke dich nicht permanent mit social Media, Netflix, Büchern, Podcasts oder was auch immer ab. Ob du meditierst, in den Wald gehst oder einfach nur 20 Minuten auf dem Sofa sitzt und die Wand anschaust - gehe in die Stille und nehme wahr, was aufkommt.

  8. Frage nicht nach Erlaubnis oder Zustimmung. Ob du eine Entscheidung treffen musst oder einem neuen Projekt folgen willst - wenn du deine Antwort aus deinem Herzen hast, frage nicht bei jemand anderem nach, ob es okay ist. Suche nicht nach Zustimmung bei Anderen, denn du brauchst sie nicht. Denn wenn du stattdessen auf Ablehnung und Zweifel stößt (und so reagieren Menschen leider oft), kann die leise Stimme deines Herzens schnell zunichte gemacht werden.

  9. Sei liebevoll mit dir und deinem Herzen. Auf dein Herz zu hören bedeutet nicht automatisch, immer die richtigen Entscheidungen zu treffen. Doch das gehört dazu. Schließlich ist es das Leben: Fehler machen, dazu lernen, sich dadurch weiterentwickeln.

  10. Übung. Immer wieder achtsam sein, Gedanken beobachten, aufschreiben, Fragen stellen. Wieder und wieder. Ehrlich mit sich sein und zugeben, wenn man sich gegen sein Herz entschieden hat, obwohl man es hätte tun sollen.


Auf sein Herz zu hören kann Arbeit sein. Es kann auch bedeuten, sich seinen Ängsten zu stellen und schmerzhafte Erinnerungen hervorzuholen. Angst und Schmerz sind jedoch Emotionen, die vergehen.

Über die Jahre kann die Stimme des Herzens leiser und leiser werden, wenn wir sie doch eh stets ignoriert haben. Doch wenn wir uns ihr gegenüber wieder öffnen und bereit sind, sie wahrzunehmen, wird sie sich früher oder später zu Wort melden.


Ich hoffe, ich konnte dich mit diesem Post inspirieren und berühren.


Alles Liebe

Nele