Mach verdammt nochmal dein Ding, sei offen und ehrlich und tu, was DU für richtig hältst!

Wenn man etwas neues beginnt, kann es passieren, dass von überall gut gemeinte Tipps, interessierte Fragen und kluge Meinungen auf einen einprasseln.


Du stehst vielleicht gerade am Anfang deines Weges. Eventuell sortierst du dich gerade selbst, versuchst all deine Fragen, deine Ideen aber auch deine Sorgen und Zweifel zu ordnen. Dein Weg liegt zwar vor dir, doch möglicherweise kannst du bislang nur die ersten paar Meter sehen. Du möchtest losgehen, in deine eigene Richtung, du möchtest mutig sein, dein eigenes Ding machen... Und dann?


Dann prasseln all diese Tipps, Fragen und Meinungen auf dich ein. Jeder weiß irgendwas, jeder weiß es irgendwie besser und und jedem erklären zu müssen, was du da eigentlich versuchst auf die Beine zu stellen (von dem du selbst ja nur den Hauch einer Idee hast), strapaziert deine Energie.


Ein klares "Hier will ich lang!" wird zu einem "Wo soll ich bloß hin?", denn die eigene intuitive Richtung wird plötzlich von unendlich vielen anderen Optionen überbetoniert. Die Eltern oder Großeltern, der Freundeskreis, die Nachbarn, der Berater von nebenan oder der renommierte Online-Experte wissen es doch irgendwie alle besser. Was weißt du denn auch schon, du bist ja gerade erst am Anfang.


So geht es mir momentan.



Ich habe angefangen, einen Artikel über Instagram zu schreiben - Titel: Tipps für deinen perfekten Instagram-Auftritt / Ästhetik, Content und Strategie. Und auch wenn ich dies auf meine Weise thematisieren wollte, kann ich darüber eigentlich bloß den Kopf schütteln.

Das bin nicht ich.

"Schreibe einen Blog, kümmere dich um SEO, generiere Traffic für deine Seite", habe ich gehört, gelesen und gesagt bekommen. Ich weiß was das ist, ich weiß wie das geht - nur will ich es nicht. Nicht so.



Ich will keine Artikel über so unsagbar oberflächliche Themen wie "Instagram-Ästhetik" schreiben, weil mir das ganz offen gestanden überhaupt nicht wichtig ist. Es ist mir egal, ob mein blöder Instagram Feed nun on point ist, damit er Millionen potenzielle Follower anspricht - oder eben nicht.

Es ist mir so lange egal, wie es dabei um so unwichtige Zahlen, Fakten und Daten geht. Denn das ist der letzte Grund, aus dem ich Instagram benutze, aus dem ich einen Blog schreiben wollte.



Ich habe keine Lust, mich als Expertin für irgendetwas im Internet zu positionieren - was bedeutet das am Ende? Mir bedeutet es nichts.

Der Grund, warum ich fotografieren, schreiben und irgendetwas von all dem teilen wollte, war, Gefühle zu teilen.

Etwas, das so oft unter den Teppich gekehrt wird wieder an die Oberfläche des Bewusstseins zu bringen. Etwas, das so oft runter geredet, verpöhnt und ausgeschlossen wird wieder normal machen. Etwas, für das sich so viele Menschen schämen zu etwas werden lassen, über das man gerne spricht.



Ich stehe gerade am Anfang meines Weges. Ich sortiere mich gerade selbst, versuche all meine Fragen, meine Ideen aber auch meine Sorgen und Zweifel zu ordnen. Mein Weg liegt zwar vor mir, doch bislang kann ich nur ein paar Meter sehen. Ich möchte losgehen, in meine eigene Richtung, ich möchte mutig sein, mein eigenes Ding machen... Und jetzt habe ich die Wahl, wie dieses Ding aussehen soll.



Ich habe mich gegen "Tipps für deinen perfekten Instagram-Auftritt - Ästhetik, Content und Strategie" entschieden (tut mir leid, falls dich das angesprochen hat) und für "Mach verdammt nochmal dein Ding, sei offen und ehrlich und tu, was DU für richtig hältst!".



Es gibt unendlich viele Experten und solche, die es gerne wären. Alle erzählen dir etwas anderes. Und an allem ist bestimmt etwas Wahres dran. Das heißt aber noch lange nicht, dass du es tun musst.

Nur weil dir jemand eintrichtern möchte, dass irgendetwas nicht klappen wird - weil es für ihn oder sie nicht geklappt hat - heißt das nicht, dass du es nicht versuchen kannst.



Ich mache jetzt, was ich will und nicht was Google oder irgendein Coach in einem ach so gut geklicktem Video mir empfehlen würden.


Und du?